Falzbänder
Saubere und stabile Kanten für prozesssichere Nähabläufe durch vorgefaltete Bänder
Falzbänder sorgen für einen sauberen, stabilen Abschluss, der auch bei entsprechender Beanspruchung nicht ausfranst. Durch das gezielte Vorfalzen entsteht ein verarbeitungsfertiges Band, das Ihre Prozesssicherheit erhöht, Laufzeiten verlängert und Stillstände in der Weiterverarbeitung reduziert.
Was sind Falzbänder und wofür werden sie eingesetzt?
Falzbänder sind textile Bänder, die bereits beim Hersteller definiert gefaltet werden. Durch dieses Vorfalzen wird die spätere Kante umgelegt und damit mechanisch geschützt und stabilisiert. Das Ergebnis ist eine saubere, gleichmäßige Kante, die sich im Nähprozess kontrolliert und reproduzierbar verarbeiten lässt.
Falzbänder kommen überall dort zum Einsatz, wo:
- eine optisch saubere Kante gefordert ist
- das Ausfransen zuverlässig verhindert werden muss
- gleichbleibende Nahtbilder entscheidend sind
- industrielle oder teilautomatisierte Prozesse zum Einsatz kommen
Falzen bei Krass+Wissing – mehr als nur Umlegen
Falzen bedeutet bei Krass+Wissing nicht einfach nur ein Umklappen des Materials. Die Falz wird so ausgeführt, dass sie dauerhaft formstabil ist und sich im späteren Nähprozess nicht öffnet oder verschiebt.
Je nach Material, Aufbau und Anwendung erfolgt das Falzen:
- unter hohem mechanischem Druck
- mit thermischer Unterstützung
- oder in Kombination mit funktionalen Hilfsmitteln wie hitzeaktivierbaren oder kalt verarbeitbaren Klebstoffen
Ziel ist stets eine Falz, die prozesssicher, belastbar und für die Weiterverarbeitung optimiert ist.
Warum vorgefalzte Bänder die bessere Lösung sind
Ein ungefalztes Band erfordert im Nähprozess zusätzliche Arbeitsschritte oder komplexere Apparate. Das erhöht die Fehleranfälligkeit und verlangsamt die Produktion.
Vorgefalzte Falzbänder nehmen diesen Schritt vorweg und bieten klare Vorteile:
- reduzierte Komplexität im Nähprozess
- weniger manuelle Eingriffe
- reproduzierbare Kantenqualität
- höhere Prozesssicherheit
Das Vorfalzen durch Krass+Wissing bedeutet für den Kunden: ein Prozessschritt weniger – und damit mehr Stabilität in der eigenen Fertigung.

Falzbänder als Bestandteil eines durchgängigen Prozesses
Falzbänder werden immer im Kontext des nachfolgenden Nähprozesses gedacht. Ziel ist es, die Bedingungen beim Kunden so zu gestalten, dass Maschinen möglichst lange ohne Unterbrechung laufen können.
Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen:
- gleichmäßige Bandspannung
- konstante Falzgeometrie
- materialgerechte Auslegung
- optimierte Aufmachung
So lassen sich Stillstände, Ansatzstellen und Fehlstellen deutlich reduzieren.
Aufmachung und Laufzeitoptimierung
Ein wesentlicher Hebel für Prozesssicherheit ist die richtige Aufmachung des Falzbandes. Krass+Wissing liefert Falzbänder deshalb in sehr unterschiedlichen Formaten – abgestimmt auf den jeweiligen Einsatz.
Für industrielle Anwendungen sind Großspulen mit bis zu 10.000 Metern Band möglich. Sie ermöglichen:
- lange Maschinenlaufzeiten
- weniger Rollenwechsel
- gleichmäßige Materialzufuhr
Gleichzeitig fertigen wir auch Kleinaufmachungen, etwa für Kurzwarenbedarfe, Muster oder Sonderanwendungen. Diese erfolgen z. B.:
- auf Karte
- auf Pappkern
- in sehr kurzen Längen

Falzarten und konstruktive Varianten
Falzbänder unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern vor allem in ihrer Falzgeometrie. Je nach Anwendung werden unterschiedliche Falzarten eingesetzt, um Funktion und Optik gezielt zu steuern.
Dazu zählen unter anderem:
- einfache Blenden
- Blenden mit oder ohne Spalt
- Kippblenden (gleich- oder ungleichschenklig)
- mehrlagige Falzbänder
- Sonderfalzungen für spezifische Einfassapparate
Welche Variante sinnvoll ist, ergibt sich immer aus Produkt, Material und Nähtechnik.
Materialien und Kombinationen
Falzbänder können aus unterschiedlichsten textilen Materialien gefertigt werden – von klassischen Geweben bis hin zu Wirk- und Maschenware. Darüber hinaus lassen sich mehrere Materialien miteinander kombinieren.
Solche Materialkombinationen ermöglichen:
- höhere Stabilität
- gezielte Reduzierung oder Steuerung der Dehnung
- verbesserte Formhaltung
- rein optische Effekte
Damit wird das Falzband zu einem funktionalen Bauteil, das aktiv zur Qualität des Endproduktes beiträgt.
Typische Einsatzbereiche
Falzbänder finden Anwendung in vielen Bereichen der textilen Verarbeitung, unter anderem:
- Matratzen und Topper
- Heimtextilien
- Bekleidungsindustrie
- technische Textilien
- medizinische Anwendungen
- OEM- und Sonderlösungen
Zusammengefasst – Ihr Nutzen
Falzbänder von Krass+Wissing stehen für:
- saubere und stabile Kanten
- kein Ausfransen bei sachgerechter Beanspruchung
- hohe Prozesssicherheit
- optimierte Laufzeiten
- flexible Aufmachungen von Kleinmenge bis Großspule